Stell dir vor, du suchst in einem Onlineshop nach Produkten. Beim Scrollen stößt du auf einen Bereich mit dem Titel ‚Nur für dich.' Du klickst darauf und stellst fest, dass die Produkte dort genau zu deinen Vorlieben passen. Woher kennt das System deinen Geschmack? Gedanken lesen kann es wohl kaum. Dahinter steckt schlicht die Arbeit der Empfehlungsmaschine, die dir Produkte vorschlägt, die dir gefallen könnten. Sie nutzt Daten aus deinem bisherigen Verhalten, um zu bestimmen, welches Produkt du wahrscheinlich kaufst.
Produkt-Quizze funktionieren ganz ähnlich. Wie eine Empfehlungsmaschine versuchen sie herauszufinden, welche Produkte Nutzer wahrscheinlich kaufen. Statt komplexer Algorithmen setzen sie dabei aber auf einfache Quizze. Genau deshalb werden sie gerade zu einem der beliebtesten Tools im Marketing. Quizze sind starke Werkzeuge, die weder viel Budget noch viel Zeit oder Aufwand brauchen.
Was Ist Ein Produkt-Quiz?
Ein Produkt-Quiz ist genau das, wonach es klingt: eine Reihe von Fragen, die je nach Antwort passende Produkte vorschlagen. Wenn du ein Quiz für Produktempfehlungen erstellst, verknüpfst du jede Antwort mit einem Produkt. Am Ende empfiehlt das Quiz deinen Teilnehmern das Produkt, das am besten passt.
Das Ganze funktioniert im Prinzip so wie große Empfehlungsmaschinen. Der einzige Unterschied liegt in Umfang und Flexibilität.
Laut einer Untersuchung von Barillance steigern personalisierte Produktempfehlungen die Conversion-Raten und den durchschnittlichen Bestellwert.
Salesforce kommt zu einem ähnlichen Schluss: Personalisierte Empfehlungen sind für 26% der Verkäufe verantwortlich. 77% der Marketer sind sich einig, dass ansprechende Inhalte Kunden zurückbringen und die Sichtbarkeit erhöhen.
Warum Sind Produkt-Quizze So Wichtig?
Quizze für Produktempfehlungen können ein echter Gamechanger für deine E-Commerce-Umsätze sein. Sie verkaufen Produkte am Ende viermal besser als klassische Werbung. Schauen wir uns die wichtigsten Gründe an, warum ein Produkt-Quiz in deine Marketingstrategie gehört:
Besseres Nutzererlebnis: Mit einem Produkt-Quiz erleben deine Kunden ein persönliches Einkaufserlebnis. Das steigert nicht nur die Zufriedenheit, sondern senkt auch die Absprungrate in deinem Onlineshop.
Das Beauty-Quiz von IPSY hilft Konsumenten dabei, die perfekte Foundation für ihren Hauttyp zu finden. Die Kunden werden durch eine Reihe von Fragen geführt, die ihre individuellen Bedürfnisse und Vorlieben ermitteln – so wird die Customer Journey persönlicher und spannender.
Mehr Umsatz im E-Commerce: Produkt-Quizze können deine E-Commerce-Umsätze deutlich steigern. Das Grooming-Quiz von Dollar Shave stellt Kunden zum Beispiel eine passende Produktauswahl auf Basis ihrer Pflegegewohnheiten zusammen. So bekommen Kunden genau die Produkte vorgeschlagen, die sie brauchen und wahrscheinlich auch kaufen – das treibt den Umsatz und sorgt für ein rundum gutes Einkaufserlebnis.
Eine E-Mail-Liste für künftiges Marketing aufbauen: Produkt-Quizze sind eine gute Gelegenheit, deine E-Mail-Liste wachsen zu lassen. Wenn Kunden ein Quiz abschließen, kannst du sie nach ihrer E-Mail-Adresse fragen, um ihnen die Ergebnisse zu schicken – eine ideale Chance, deinen Verteiler zu vergrößern.
Beim BH-Passform-Quiz von Third Love erfahren Kundinnen zum Beispiel ihre genaue BH-Größe und hinterlassen dabei ihre E-Mail-Adresse für die weitere Kommunikation. Diese Daten kannst du anschließend fürs E-Mail-Marketing nutzen: für personalisierte Produktvorschläge, Aktionsangebote oder sogar einen individuellen Gutscheincode auf Basis der Quiz-Ergebnisse.
Worauf Solltest Du Achten?
Ein Quiz ist Marketing im Kleinformat. Wenn du es richtig machst, zahlt sich das aus. Quizze sind eine wirkungsvolle Methode, um deine Nutzer kennenzulernen und ihnen ein tolles Einkaufserlebnis zu bieten. Du bekommst wichtige Informationen und sorgst dabei für Spaß beim Nutzer. Ein schlecht gemachtes Quiz schreckt Onlineshopper dagegen ab. Diese Dinge solltest du im Kopf behalten, wenn du ein richtig gutes Quiz erstellst.
1. Leg dein Ziel fest: Bevor du dein Quiz entwirfst, solltest du deine Ziele kennen. Mach dir klar, was du erreichen willst. Ein Onlineshop will den Umsatz steigern und Leads gewinnen. Eine NGO will dagegen mehr Spenden einsammeln.
Es gibt auch sekundäre Ziele. Daten zu sammeln ist für jedes Unternehmen entscheidend, und Quizze sind dafür ein hervorragender Weg. Viele Unternehmen nutzen Quizze außerdem als ersten Kontaktpunkt, um Nutzer auf den richtigen Weg zu bringen.
2. Segmentiere deine Zielgruppe: Als Unternehmen hast du es meist mit ganz unterschiedlichen Nutzern zu tun. Teenager, Senioren und Berufstätige haben verschiedene Bedürfnisse und Vorlieben. Und du kannst deine Kunden noch weiter unterteilen, zum Beispiel in Männer mit Bart, Biker, Modefans und so weiter.
All diese Menschen haben unterschiedliche Vorlieben und bevorzugen vielleicht eine bestimmte Produktart. Segmentiere deine Zielgruppe deshalb mit ein paar Fragen in Kategorien. Und stelle danach weitere Fragen, aus denen sich die Empfehlungen ergeben.
3. Erstelle erst die Quiz-Ergebnisse, dann die Fragen: Das Ziel deines Quiz ist es, das beste Produkt zu empfehlen. Damit das gelingt und die Antworten wirklich zum Ergebnis passen, erstellst du die Ergebnisseite, bevor du die Fragen schreibst.
4. Halte dein Quiz einfach und aufgeräumt: Das perfekte Quiz zu schreiben ist nicht so einfach, wie es klingt. Wer es schreibt, muss einiges beachten, damit das Quiz locker und wie ein Gespräch wirkt. Er muss die Zielgruppe kennen und verstehen, wie sie denkt. Das Quiz sollte einfach und leicht verständlich sein.
Während des Quiz wird die Neugier deiner Nutzer geweckt. Ob dein Quiz gut ist, entscheidet sich daran, ob du die Aufmerksamkeit deiner Kunden gewinnst und hältst. Auch die Zahl der Fragen spielt eine Rolle: Ein Quiz mit 5-7 Fragen funktioniert am besten.
Zu wenige Fragen liefern dir keine brauchbaren Daten, zu viele verwirren deine Kunden. Genauso solltest du es mit der Zahl der Antwortoptionen nicht übertreiben. Bilder können außerdem helfen, dein Quiz wirkungsvoller zu machen.
Wie Erstellst Du Ein Produkt-Quiz?
Ein Quiz zu erstellen kann ziemlich einfach sein: Viele Online-Anbieter stellen Vorlagen bereit, mit denen du ein Quiz mit Produktergebnissen erstellst. Der Prozess ist einfach und funktioniert auch ganz ohne Programmierkenntnisse. Für ein Empfehlungs-Quiz nimmst du dir einen beliebigen Quiz-Builder und folgst diesen Schritten. Ich nutze hier involve.me.
1. Wähle eine Vorlage: Online-Quizvorlagen gibt es für die unterschiedlichsten Zwecke. Da wir ein Quiz für Produktempfehlungen erstellen wollen, wählst du genau diese Kategorie aus.
2. Passe das Design des Quiz an: Wähle ein Layout, das zu Look und Stil deines Unternehmens passt. Ein Quiz, das fehl am Platz wirkt, drückt die Stimmung deiner Kunden.
3. Erstelle zuerst die Ergebnisseite: Beim Erstellen von Quizzen fängst du am besten am Ende an. Das klingt vielleicht komisch, funktioniert aber am besten. Wenn du die Ergebnisseite zuerst baust, kannst du bessere Fragen stellen, weil du das Ziel vor Augen hast. Benenne außerdem deine Ergebnisseiten, damit du siehst, welche Antworten du mit welchem Ergebnis verknüpfst.
Du kannst die Produkte auch direkt von deiner Website auf der Ergebnisseite einbauen. Hier fügst du auch deinen Call to Action (CTA) ein. Diese Buttons fordern Nutzer zu einer Handlung auf, etwa 'Jetzt kaufen, 'Anmelden.' So kann dein potenzieller Kunde den Kauf ganz leicht abschließen.
4. Schreibe die Fragen: Entwirf eine Reihe von Fragen, die im Quiz erscheinen. Formuliere sie passend zu deinem Unternehmen. Mit ein paar allgemeinen Fragen zu starten ist ein guter Einstieg. So bekommst du ein Gefühl dafür, mit welchem Kundentyp du es zu tun hast. Danach verknüpfst du die Antworten mit den verschiedenen Ergebnissen, damit die Empfehlungen wirklich persönlich sind.
5. Verknüpfe die Fragen mit den Ergebnissen: Wenn deine Fragen stehen, verknüpfst du sie mit der Ergebnisseite. Klick dazu auf die Frage, scroll zu "Ergebnis zuordnen" und wähle das Ergebnis aus, das du mit dieser Frage verbinden willst.
6. Vorschau ansehen und testen: Sobald deine Fragen mit den Ergebnisseiten verknüpft sind, kannst du dir das Quiz sowohl auf dem Laptop als auch auf dem Smartphone ansehen. Wenn dir in einer der beiden Ansichten etwas nicht gefällt, gehst du zurück ins Design und änderst es.
7. Richte automatische Follow-up-E-Mails ein: Nachdem du dein Quiz geprüft und veröffentlicht hast, kannst du eigene E-Mails für alle Teilnehmer einrichten. Wenn du direkt aus dem Quiz heraus verkaufst, verschickst du zum Beispiel Zahlungsbestätigungen oder einfach die Quiz-Ergebnisse.
8. Verbinde dein Quiz mit Google Analytics, Google Tag Manager oder Facebook Pixel: Du kannst dein Quiz direkt mit allen dreien verbinden und die Daten außerdem per Integration direkt an dein E-Mail-System oder dein CRM schicken.
Fazit
Quizze sind ein Retter für neue und kleine Unternehmen, die sich teure Empfehlungsmaschinen nicht leisten können. Sie erfüllen denselben Zweck, sind aber günstiger und leichter umzusetzen. Mit Quizzen für Produktempfehlungen schaffst du ein persönliches Erlebnis für deine Kunden und wandelst mehr Besucher in Käufer um. Die richtige Quizvorlage hilft dabei – und mit involve.me, dem KI-Quiz-Funnel-Builder mit integrierter E-Mail-Automatisierung, baust du in wenigen Minuten ein Produkt-Quiz, das das passende Produkt empfiehlt und danach automatisch per E-Mail nachfasst. Leg jetzt los!