Mobile Käufer haben wenig Zeit. Wenn sie deine Website aufgerufen haben, kannst du davon ausgehen, dass sie entweder zum Kauf bereit sind oder zumindest deine Preise vergleichen. Dir bleiben nur wenige Sekunden, um ihre Entscheidung zu beeinflussen.
Es reicht nicht, einfach nur ästhetisch ansprechende E-Commerce-Websites zu erstellen, auch wenn dadurch 75% der Nutzer deine Marke für glaubwürdig halten können. Deine Kunden müssen bequem und auf allen Geräten auf deine Produkte zugreifen können. Dafür braucht es mehr als CTAs und installierte Chatbots.
Mobilfreundliche Produktseiten können deine Conversions steigern auf 400%.
Diese mobilen Produktseiten schaffen die Grundlage für ein erfolgreiches Einkaufserlebnis – von der Startseite über den Warenkorb bis zum Checkout. Außerdem ermöglichen sie deinen Kunden, anhand von Angaben wie Funktionen, Preis, Bewertungen und Vergleichen zu entscheiden, was sie kaufen möchten.
So kannst du in sechs Schritten mobile Produktseiten mit hoher Conversion-Rate für deine Website erstellen!
6 Schritte Zum Erstellen Mobiler Produktseiten
1. Produktseiten Müssen Auf Wisch- Und Zoomgesten Reagieren
Trotz ihrer kleineren Bildschirme sind Mobilgeräte praktisch, weil Nutzer unterwegs problemlos auf umfangreiche Webfunktionen zugreifen können. Daher erwarten sie dieselbe Benutzerfreundlichkeit, wenn sie durch deine Website navigieren.
Mobile Gesten wie „Zum Zoomen tippen“ und „Wischen“ müssen so funktionieren, wie mobile Nutzer es erwarten. Stelle deshalb sicher, dass Besucher mit einer einfachen Wischbewegung nach links oder rechts Produktbilder ansehen können, wie eBay es hier vormacht:
Vermeide UX-Designs, bei denen Nutzer auf einen Pfeil nach links oder rechts klicken müssen, um weitere Bilder anzusehen. Warum?
Abgesehen davon, dass diese Pfeile möglicherweise nicht reagieren, wenn du im falschen Winkel darauf tippst: Wer weiß schon, in welchem Zustand das Smartphone eines Nutzers ist? Nein, wirklich – denk einmal darüber nach. Gesprungene Displays lassen sich schwerer bedienen. Warum solltest du den Frust mit nicht anklickbaren Pfeilen noch vergrößern? Solche Probleme führen wahrscheinlich dazu, dass Nutzer abspringen.
Für ein besseres Erlebnis solltest du unter den Produktbildern Punkte einfügen (wie im Beispiel oben), damit Käufer wissen, wie viele Bilder sie noch ansehen können.
Ebenso wichtig ist die Zoomfunktion.
Mobile Käufer müssen bestimmte Details vergrößern können, besonders wenn es sich um Text handelt. Manche Websites ermöglichen das Zoomen durch Auseinander- und Zusammenziehen mit zwei Fingern, andere setzen auf Doppeltippen.
Du kannst beim Erstellen von Websites beide Zoomfunktionen verwenden – die Entscheidung liegt ganz bei dir. Das bietet mehr Flexibilität beim Zoomen und gleicht kleine mobile Bildschirme aus.
2. Bilder Optimieren
Wir wissen, das versteht sich von selbst – aber niemand mag eine langsame Website.
39% der Käufer erwarten zwar, dass E-Commerce-Websites höchstens zwei bis drei Sekunden zum Laden brauchen, tatsächlich tolerieren das jedoch nur 19%. Laut dieser Umfrage bedeutet das, dass jeder zweite Besucher eine Website nach sechs Sekunden verlässt.
Wie man es auch betrachtet: Es ist erschreckend, die Hälfte deiner Kunden innerhalb von sechs Sekunden zu verlieren.
Du kannst zwar einiges tun, um die Absprungrate zu senken und die Geschwindigkeit deiner mobilen Website zu erhöhen, doch die Optimierung von Produktbildern ist sowohl für die Ästhetik als auch für die Ladegeschwindigkeit unerlässlich. Da hochwertige Bilder oft große Dateien sind, musst du die Dateigröße der Bilder auf deinen Produktseiten berücksichtigen.
Warum? Responsives Webdesign.
Ein responsives Webdesign ermöglicht Nutzern unabhängig von Bildschirmgröße, Plattform und Ausrichtung ihres Geräts dieselbe Website zu sehen – selbst bei Nutzung einer NZ-Domain.
So sieht die Startseite von Amazon auf dem Desktop und auf Mobilgeräten aus. Fällt dir der Unterschied auf?
Die Benutzeroberflächen beider Versionen ähneln sich deutlich. Die Bilder und Produktkategorien sind identisch, bis hin zum Mikrotext: „Finde das perfekte Geschenk zum Muttertag.“
Um für deinen E-Commerce-Shop etwas Ähnliches zu erreichen, muss dein UI/UX-Designer Website-Inhalte und Bilder so anordnen, dass der Platz auf dem mobilen Bildschirm optimal genutzt wird. Dadurch kann ein Bild auf Mobilgeräten anders aussehen, während seine Dateigröße gleich bleibt.
Außerdem mag Google langsame Ladezeiten nicht, weil sie das Nutzererlebnis beeinträchtigen. Das kann dein Ranking bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) deutlich verschlechtern, den Website-Traffic verringern und die Conversion-Rates einbrechen lassen.
3. Texte Einfach Und Kurz Halten
Nutze längere Artikel für hochwertige Gastbeiträge und deinen Blog, aber halte Produktbeschreibungen kurz und prägnant.
Der Grund ist einfach.
Mobile Bildschirme sind klein. Große Textblöcke darauf zu lesen, kann mühsam sein.
Nutzer möchten Produkte kaufen und keine Artikel lesen.
Für das beste mobile Erlebnis solltest du deine Produktdetails in Stichpunkten und kurzen Absätzen hervorheben. Umgib diese Texte mit viel Weißraum, damit sie Smartphone-Nutzern ins Auge fallen.
Sieh dir an, wie Ray Ban das umsetzt.
Achte in jedem Fall darauf, dass deine Webtexte lesbar sind und sich ausschließlich auf relevante Informationen konzentrieren. Lege eine maximale Wortzahl für die Produktbeschreibung fest. Orientiere dich an Amazon – 150 bis 200 Wörter sollten ausreichen.
Und wenn Besucher den Bereich zu Versand und Rückgabe sehen möchten? Lass sie auf das kleine Plus-/Minus-Symbol tippen (falls du eines verwendest), um die Informationen ein- oder auszublenden. Alternativ können sie nach unten scrollen, um den Bereich am Seitenende zu sehen.
Für die Tippbedienung optimierte Dropdown-Symbole sind jedoch intuitiver, wenn du längere Listen auf mobilen Produktseiten anzeigen möchtest. Diese Symbole sind schlicht gestaltet und nutzen den begrenzten Platz auf Mobilgeräten effizient.
4. Produktbewertungen Sinnvoll Einsetzen
Für Erstkäufer, die noch nie bei dir bestellt haben, kann der Einkauf auf E-Commerce-Websites mit einem gewissen Risiko verbunden sein. Diese potenziellen Kunden brauchen einen kleinen Anstoß, um ihren Kauf abzuschließen.
Hier kommen Produkt- und Kundenbewertungen ins Spiel.
Produktbewertungen sind auf mobilen Websites genauso wirkungsvoll wie auf deren Desktop-Versionen. Der begrenzte Platz auf Smartphone-Bildschirmen bedeutet jedoch, dass du ihre Position sorgfältig priorisieren musst. Zeige die Gesamtbewertung direkt unter dem Produktnamen an, damit neue Käufer die Qualität eines E-Commerce-Produkts anhand der Bewertungen anderer Kunden einschätzen können.
LL Flooring macht genau das und zeigt Besuchern, wie viele Bewertungen das jeweilige Produkt hat.
Diese Produktbewertungen dienen als hochwertiger Social Proof und motivieren Nutzer, ihre Customer Journey abzuschließen. Die Produktseite sollte auch schriftliche Bewertungen enthalten, damit Besucher lesen können, was frühere Kunden über das Produkt sagen, und seine Vor- und Nachteile erkennen.
Vermeide dabei auch unauffällige Marketingfehler, durch die du Bestandskunden verlieren könntest. Reagiere auf Kundenfeedback und Kundenbewertungen auf deiner Website. Wenn neue Besucher auf den Austausch stoßen, können sie darauf vertrauen, dass du sie bei jedem Schritt begleitest.
5. Daten Immer Automatisch Speichern
Mobile Nutzer kaufen unterwegs ein. Dabei werden sie leicht abgelenkt oder verlieren während der Fahrt ihre Internetverbindung. In beiden Fällen sind sie frustriert, wenn sie bei jedem Öffnen der Seite wieder von vorn mit ihrem mobilen Einkauf beginnen müssen.
Sorge für ein nahtloses mobiles Einkaufserlebnis, indem du die Daten jeder Nutzersitzung automatisch speicherst. So finden Käufer ihre Artikel weiterhin im Warenkorb und du verlierst keinen potenziellen Verkauf an Personen, die ihren Warenkorb nicht noch einmal füllen möchten.
6. Die Funktion „In Den Warenkorb“ Oberhalb Des Sichtbaren Bereichs Platzieren
Mach es mobilen Käufern leicht, Produkte auf den ersten Blick in den Warenkorb zu legen. Wenn sie scheinbar endlos scrollen müssen, um die Schaltfläche „In den Warenkorb“ zu finden, verlieren sie womöglich schnell das Interesse.
Am besten vermeidest du das, indem du die Warenkorb-Schaltfläche wie hier oberhalb des sichtbaren Bereichs platzierst:
Dadurch ist die Schaltfläche „In den Warenkorb“ nicht zu übersehen und der Checkout geht schneller.
Fazit
Auf einer idealen mobilen Produktseite muss alles nahtlos funktionieren, klar strukturiert und richtig optimiert sein. Deine Produktseiten sind für mobile Conversions äußerst wichtig.
Du solltest für deine mobilen Produktseiten zwar hochwertige Produktfotos verwenden, ihre Größe aber so optimieren, dass deine Website nicht langsam wird.
Denke beim Optimieren deines mobilen E-Commerce-Shops an den begrenzten Platz auf dem Bildschirm. Entscheide dich für kürzere Produktbeschreibungen und platziere alle wichtigen Informationen wie Produktbewertungen und die Warenkorb-Schaltfläche so, dass sie nicht zu übersehen sind.
Stelle außerdem sicher, dass deine mobilen Produktseiten auf Wisch- und Zoomgesten reagieren, um das bestmögliche mobile Einkaufserlebnis zu bieten.
Autor
Daryl Bush ist Business Development Manager bei Authority Builders. Das Unternehmen hilft Firmen, durch bessere Platzierungen in der Online-Suche mehr Kunden zu gewinnen. Er verfügt über umfassende Kenntnisse in SEO und Geschäftsentwicklung.