Deine Preisseite ist einer der wichtigsten Bereiche deiner Website. Sie ist ein entscheidender Zugangspunkt – das digitale Schaufenster, in dem du Besucher zu treuen Kunden machst.
Hier sehen Kunden, welche Produkte und Dienstleistungen du anbietest, wie sich Funktionen und Preise unterscheiden, und können mit individuellen Rechnern ermitteln, ob dein Angebot ihren Anforderungen entspricht.
Du solltest ein überzeugendes, informatives und nahtloses Nutzererlebnis schaffen, um deine Verkaufszahlen zu maximieren und die Conversion-Raten zu steigern.
Überstürze die Erstellung also nicht. Entdecke mit unseren zehn Best Practices und Top-Tipps, was eine starke Preisseite ausmacht und wie du dich von der Konkurrenz abhebst.
Die Bedeutung Einer Optimierten Preisseite
Warum ist eine optimierte Preisseite überhaupt so wichtig? Wir gehen dieser Frage anhand mehrerer zentraler Gründe nach und zeigen, wie sie die Wahrnehmung der Kunden und die Wahrscheinlichkeit eines Verkaufsabschlusses beeinflusst:
Informiere deine Kunden: Auf dieser Seite führst du deine Funktionen und Preispakete verständlich auf und reduzierst dadurch unnötige Kundenanfragen.
Steigere deine Conversions: Indem du Nutzenversprechen hervorhebst und überzeugende Formulierungen verwendest, kannst du deine Kunden gezielt zum Kauf führen.
Verbessere deine SEO: Wenn alle Informationen an einem Ort gebündelt sind, kannst du auf weitere Ressourcen verlinken und so eine für Suchmaschinen verständliche Sitemap erstellen.
Im Folgenden findest du 10 Best Practices, mit denen du deine Preisseite für bessere Ergebnisse optimierst:
1. Verstehe Die Erwartungen Deiner Zielgruppe
Überlege, welchen Markt du bedienst und welche Preise deine Zielgruppe aufgrund des Stils deiner Website erwartet. Wenn du beispielsweise einen eher schlichten E-Commerce-Shop mit einfachem Design aufgebaut hast, möchten deine Kunden für deine „Premium“-Produktlinie wahrscheinlich weniger ausgeben. Es geht darum, das Design deiner Website auf deine Markenidentität abzustimmen.
2. Prüfe Verschiedene Preisstrategien
Die Höhe des Aufschlags auf deine Produkte ist enorm wichtig. Unabhängig vom Budget möchte jeder Kunde das Gefühl haben, ein gutes Angebot zu bekommen. Deshalb musst du seine Erwartungen erfüllen und diese Grundlagen richtig umsetzen.
Sei außerdem offen für andere Einnahmequellen, damit deine Preise niedrig und wettbewerbsfähig bleiben. Du könntest zum Beispiel Werbung auf deiner Website schalten oder ein Abonnementmodell einführen, über das deine besten Kunden exklusive Vorteile erhalten.
Hier sind 3 der gängigsten Preismodelle, die du in deinem Onlineshop einsetzen kannst:
Gestaffelte Preise: Bei dieser Strategie bietest du für jede Produktart mehrere Preisklassen von günstig bis Premium an, um verschiedene Kundensegmente mit unterschiedlichen Bedürfnissen anzusprechen.
Rabattpreise: Manche Händler richten ihre Preisstrategie auf Rabatte aus und locken Kunden mit dauerhaften Abverkäufen und zeitlich begrenzten Angeboten zum Kauf.
Dynamische Preise: Dabei passt du deine Preise in Echtzeit anhand von Daten zur prognostizierten Kundennachfrage und zu den Preisen der Konkurrenz an. Du könntest Preise auch an die Kaufhistorie eines Kunden anpassen und etwa bei längeren Abonnements Treuevorteile gewähren.
Du kannst diese Strategien auch kombinieren. Sage zeigt zum Beispiel bei seinem automatisierten Lohnabrechnungssystem die gestaffelten Preise in Echtzeit. Das Unternehmen bietet zwei Optionen für das Lohnabrechnungssystem an, deren Preise sich nach dem gewünschten Support-Level richten. Gleichzeitig kombiniert Sage verschiedene Preisoptionen und gewährt für die ersten drei Monate eines Sage-Business-Cloud-Payroll-Abonnements einen Rabatt. So werden Kunden dazu angeregt, die Vorteile der Plattform kennenzulernen.
3. Sorge Für Transparente Preisstrukturen
Für welche Preisstruktur du dich auch entscheidest: Transparenz ist entscheidend. Zunächst solltest du die Funktionen jeder Preisoption klar erläutern. Achte auf umfassende Beschreibungen und erstelle für jedes Produkt eigene Seiten, auf denen du Tutorials, Demonstrationen und weitere Details bereitstellst.
Du solltest auch klar darlegen, wie du deine Preise berechnest. Eine der besten Möglichkeiten dafür ist, einen individuellen Kostenrechner in deine Preisseite einzubinden. So können deine Kunden über Schieberegler sehen, welche Faktoren den Preis eines Produkts beeinflussen.
Beispiel für einen mit involve.me erstellten individuellen Kostenrechner
So können sie viel leichter herausfinden, welche Lösung sie benötigen, ohne die Zeit eines Vertriebsmitarbeiters in Anspruch zu nehmen. Du kannst deinen eigenen Rechner erstellen, indem du eine Vorlage auswählst und dieser Anleitung folgst.
Erstelle einen Rechner für deine Website
Starte mit einer anpassbaren Vorlage
4. Erstelle überzeugende Produktbeschreibungen
Wie bereits erwähnt, ist eine gute Produktbeschreibung ein wichtiger Bestandteil deiner Preisseite. Diese Beschreibungen sind im Grunde ein weiteres Verkaufsargument für deine Produkte. Verfasse Texte, die erklären, was enthalten ist und warum es ein gutes Angebot ist.
Für überzeugendere Produktbeschreibungen solltest du eine Aufzählung der Funktionen in kurzen, leicht verständlichen Formulierungen einfügen. Wenn ein Kunde mit dem Mauszeiger über den jeweiligen Text fährt, kannst du über einen Link oder ein Pop-up genauer erklären, wie die Funktion arbeitet. So verbindest du ein schlichtes Design mit allen Informationen, die du vermitteln möchtest.
5. Nutze Ein Intuitives Layout Für Eine Einfache Navigation
Website-Betreiber machen sich oft Gedanken über ihre „Absprungrate“ – also den Prozentsatz (%) der Personen, die deine Website verlassen, bevor sie weitere Seiten aufrufen. Und das aus gutem Grund! Eine niedrige Absprungrate deutet darauf hin, dass deine Website interessant und verständlich ist. Auch wenn du Absprungraten nicht für bare Münze nehmen solltest, sind sie ein guter Indikator für das Nutzerengagement.
Eine Möglichkeit, eine niedrige Absprungrate und damit mehr Conversions zu erzielen, ist eine leicht erkundbare Website mit intuitivem Layout. Füge einen Header mit deinen wichtigsten Seiten und Dropdown-Menüs ein, die für eine schnellere Navigation Links zu deiner Sitemap anzeigen.
Sieh dir das folgende Beispiel von Slack an. Die Preise sind nicht nur sehr übersichtlich dargestellt und helfen Kunden, die beste Option für ihre Bedürfnisse auszuwählen. Auch der Header bietet deutlich mehrere Möglichkeiten, die Website zu erkunden und mehr zu erfahren.
Außerdem ist die Option „Vertrieb kontaktieren“ jederzeit verfügbar. Wenn ein Kunde Schwierigkeiten hat, kann er also mit einem Vertriebsmitarbeiter sprechen. Das ist besonders bei SaaS-Produkten hilfreich, da Kunden ihren Bedarf oft nur schwer vorhersehen können.
6. Teste Und Optimiere Deinen Call-to-Action
Dein Call-to-Action (CTA) fordert Kunden dazu auf, sofort etwas zu tun – zum Beispiel „Melde dich für unseren Newsletter an“ oder „Kaufe dieses Produkt mit nur einem Klick“.
Kunden direkt mit Aufforderungen anzusprechen, ist eine bewährte Methode, um Conversions zu steigern. Deshalb sind gut formulierte CTAs für deine Preisseite wichtig. Um die wirksamste Variante zu finden, solltest du verschiedene Formulierungen ausprobieren und mit A/B-Tests auf unterschiedlichen Seiten ermitteln, welche die höchste Conversion-Rate erzielt.
Manche Händler platzieren neben ihrem Call-to-Action zusätzliche Seitenelemente, die ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugen und mehr Conversions fördern. Du könntest mit einem Live-Zähler anzeigen, wie viele Produkte noch auf Lager sind oder wie viele andere Kunden den Artikel im Warenkorb haben, begleitet von einem Call-to-Action wie „Beeil dich – dieses Produkt ist schnell ausverkauft!“.
7. Integriere Social Proof Auf Deiner Preisseite
„Social Proof“ einzubinden, ist eine wirksame Methode, um das Vertrauen der Verbraucher in deine Produkte zu stärken.
Die meisten Preisseiten enthalten einen Bereich für Rezensionen und Bewertungen, in dem der soziale Einfluss anderer Kunden sie vom Kauf eines Produkts überzeugen kann.
Eine Studie von PowerReviews zeigt, wie wichtig diese Funktion für Kunden ist:
99.75% der Onlinekäufer lesen zumindest gelegentlich Rezensionen
90% geben an, Rezensionen bei ihrer Kaufentscheidung zu berücksichtigen
45% kaufen ein Produkt nicht, wenn dafür keine Rezensionen verfügbar sind
Du brauchst also einen Rezensionsbereich auf deinen Preisseiten. Darüber hinaus musst du deine Kunden dazu ermutigen, Bewertungen abzugeben. Erinnere sie per E-Mail daran oder biete ihnen einen Rabattcode für den nächsten Einkauf an, wenn sie eine ehrliche Rezension schreiben.
Weitere Arten von Social Proof sind Empfehlungen führender Experten, Auszeichnungen von Branchenpublikationen oder Links zu nutzergenerierten Inhalten wie Unboxing-Videos. Du könntest außerdem Vertrauenssiegel oder Sicherheitszertifizierungen einbinden, damit sich deine Kunden noch sicherer fühlen.
Im Folgenden siehst du außerdem eine einfache Möglichkeit, Social Proof in deine Preisseite einzubinden. Polymail hat unter seinen Preisoptionen eine Liste einiger der größten und bekanntesten Kundenunternehmen eingefügt, um Vertrauenswürdigkeit und einen guten Ruf zu belegen.
8. Setze Ein Responsives Design Für Mobilgeräte Um
Laut einem Bericht von SaleCycle stammen 75% des weltweiten E-Commerce-Traffics von Mobilgeräten. Gleichzeitig entfallen auf mobile Nutzer anteilig mehr abgebrochene Warenkörbe. Das deutet darauf hin, dass Onlineshops diese Zielgruppe nicht wirksam genug ansprechen.
Diese Statistik zeigt, wie entscheidend es ist, deine Website und deine Preisseite für mobile Nutzer zu optimieren. Deine Website sollte responsiv sein, sich also an verschiedene Bildschirmgrößen und Ausrichtungen anpassen. Verwende außerdem schlichte Schriftarten, die auf kleineren Displays gut lesbar sind. Interaktive Elemente wie Buttons und Links sollten groß genug sein, um sie mit dem Finger anzutippen.
Sieh dir das folgende Beispiel von Squarespace an. Die Website ist perfekt für Mobilgeräte optimiert, du kannst zwischen jährlicher und monatlicher Zahlung wechseln, die Seite ist übersichtlich und der Text ist groß – das hilft bei der Bedienung mit ungeschickten Daumen.
Da sich die Liste „Alle Funktionen anzeigen“ ausklappen lässt, wird die Seite nicht überladen und bietet trotzdem alle Informationen, die normalerweise verfügbar sind. Alles in allem ist sie perfekt für mobile Nutzer.
9. Fördere Eine Kultur Der Kontinuierlichen Verbesserung
Die Optimierung deiner Preisseite ist kein einmaliges Ereignis – und sollte es auch nicht sein. Vielmehr geht es um kontinuierliches Testen, Reflektieren und Verbessern. Verankere diesen Prozess schriftlich, indem du dich zu regelmäßigen Überprüfungen deiner Preisstrategie und der erwarteten Verkaufsziele verpflichtest.
Suche grundsätzlich immer nach neuen Möglichkeiten, deinen Verwaltungsaufwand zu verringern. Dabei geht es nicht nur darum, deine Website kontinuierlich zu verbessern, sondern auch alle internen Prozesse zu überprüfen. Tools wie Software für die Steuererklärung können deinen Arbeitsaufwand beispielsweise erheblich reduzieren und sicherstellen, dass dein Unternehmen auch beim Wachstum steuerkonform bleibt.
Arbeite ebenso daran, in deinen Teams eine allgemeine Kultur der Verbesserung und Optimierung zu etablieren. Sorge für regelmäßige Überprüfungsprozesse und fördere eine gute Kommunikation unter deinen Mitarbeitern. Stelle Innovation in den Mittelpunkt und achte darauf, dass die neuen Ideen aller Beteiligten Gehör finden.
10. Verfolge Die Performance Deiner Preisseite Und Passe Sie Gezielt an
Du kannst deine Preisstrategie nur optimieren, wenn du deine wichtigsten Leistungskennzahlen im Blick hast, darunter Verkaufszahlen, Conversions und Klickraten. Für den Zugriff auf diese Datenpunkte benötigst du eine Analyseplattform, die üblicherweise in deine Webhosting-Lösung integriert ist.
Anschließend kannst du mit Rechnern für wichtige Kennzahlen den Customer Lifetime Value, die Akquisitionskosten, den ROI und weitere Werte berechnen und deine Strategie entsprechend anpassen.
So Startest Du Mit Der Optimierung Deiner Preisseite
Zusammenfassend ist deine Preisseite einer der wichtigsten Bereiche deiner Website. Hier entscheiden Kunden möglicherweise, ob sie dein Produkt kaufen oder ob die Konkurrenz ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Um deine Preisseite zu optimieren, solltest du zuerst die Erwartungen deiner Zielkunden ermitteln und eine dazu passende, konsistente Preisstrategie festlegen. Anschließend kannst du erweiterte Funktionen wie unsere Vorlagen für individuelle Rechner hinzufügen, um die Qualität deiner Website zu verbessern und Kunden zu zeigen, dass sie ein gutes Angebot erhalten.